In den Schulferien steigen die Preise – das ist kein Zufall, sondern einfache Angebot-und-Nachfrage-Logik. Millionen Familien sind gleichzeitig auf der Suche nach Urlaubsplätzen, und die Reisebranche weiß das. Flüge kosten in den Sommerferien oft 30–80% mehr als in der Nebensaison, Hotelzimmer sind schnell ausgebucht und Mietwagen rar.
Trotzdem: Mit der richtigen Strategie können Familien auch in den Schulferien spürbar Geld sparen. Diese sieben Tipps helfen dabei.
Der wichtigste Hebel beim Ferienreisen ist der Buchungszeitpunkt. Wer die Sommerferien im Januar bucht, zahlt in der Regel deutlich weniger als jemand, der im Mai noch sucht. Das gilt besonders für Flugreisen und beliebte Feriendomizile.
Nutzen Sie den Schulkalender, um die Ferientermine Ihres Bundeslandes für die kommenden Jahre einzusehen – so können Sie langfristig planen.
Beliebte Ziele wie Mallorca, die Türkei oder die Kanarischen Inseln sind in den Ferien besonders teuer. Weniger bekannte Regionen – etwa Albanien, Nordmazedonien, Portugal außerhalb der Algarve oder osteuropäische Städte – bieten oft ähnliche Qualität zu einem Bruchteil des Preises.
Auch Inlandsreisen lohnen sich: Die Ostsee, das Allgäu, der Schwarzwald oder die Mecklenburgische Seenplatte sind wunderschöne Reiseziele, bei denen Anreise und Unterkunft deutlich günstiger sind als bei Flugreisen.
In der ersten und letzten Ferienwoche sind die Preise oft günstiger als in der Hochphase – der mittleren Hälfte der Sommerferien. Wer am ersten Ferientag anreist und eine Woche früher zurückfährt, zahlt manchmal erheblich weniger.
Tipp: Da die Sommerferien in verschiedenen Bundesländern zu unterschiedlichen Zeiten beginnen, können Familien aus Bayern z.B. günstigere Preise nutzen, wenn sie in den ersten Tagen der bayerischen Ferien verreisen – andere Bundesländer haben dann noch Schule.
Preisvergleichsportale für Flüge (Google Flights, Skyscanner, Kayak) haben Preisalarm-Funktionen. Legen Sie einen Alarm für Ihr Wunschziel und den Ferienraum an – das System benachrichtigt Sie, wenn die Preise fallen.
Für Hotels lohnt sich der Vergleich mehrerer Portale. Oft ist eine direkte Buchung beim Hotel günstiger als über Vermittler, da Hotels dann keine Provision zahlen müssen.
Für Familien mit Kindern sind Ferienwohnungen oft die günstigere Alternative – besonders wenn man selbst kocht. Frühstücks- und Restaurantkosten für eine vierköpfige Familie summieren sich schnell auf mehrere hundert Euro pro Urlaubswoche.
Ferienwohnungen bieten außerdem mehr Platz, eine Küche und oft eine ruhigere Lage als Stadthotels.
Besonders für Familien mit zwei oder mehr Kindern ist die Fahrt mit dem eigenen Auto oft die günstigste Reiseoption. Kein Flughafen-Stress, keine Gepäckgebühren, keine Mietwagenkosten am Zielort.
Wer früh losfährt (z.B. um 4 Uhr morgens), vermeidet Staus auf den Autobahnen – und die Kinder schlafen oft die ersten Stunden durch.
Viele Familien unterschätzen die Nebenkosten beim Urlaub: Essen, Ausflüge, Souvenirs, Eintrittsgelder. Stellen Sie vor dem Urlaub einen realistischen Budgetplan auf – und halten Sie auch mal einen günstigeren Ausflugstag ein, um die Kosten zu regulieren.
Der wichtigste Tipp bleibt die frühzeitige Planung. Wer die Ferientermine kennt – beispielsweise über den kostenlosen Schulkalender – und früh bucht, kann auch in den Sommerferien günstig und entspannt reisen. Kombiniert mit einer cleveren Reiseziel- und Zeitwahl lässt sich der Ferienurlaub für die ganze Familie erschwinglich gestalten.